Mehr Google-Bewertungen bekommen: was funktioniert, was verboten ist.
Bewertungen sind der Teil deines Google-Profils, den Kunden zuerst lesen und den Google am stärksten gewichtet. Und der Teil, den die meisten Unternehmen dem Zufall überlassen.
Warum Bewertungen doppelt zählen
Erstens fürs Ranking: Bei Suchen wie „Werbetechnik in meiner Nähe“ gehören Anzahl, Note und Aktualität der Bewertungen zu den wichtigsten Faktoren, die Google für die Reihenfolge nutzt. Zweitens für die Entscheidung: Zwischen zwei Betrieben mit 4,7 Sternen bei 120 Bewertungen und 5,0 bei 6 Bewertungen ruft fast jeder den ersten an. Eine Bewertung ist also nicht Deko, sie ist Umsatz.
Der einfachste Weg: fragen. Zum richtigen Zeitpunkt.
Die meisten zufriedenen Kunden würden bewerten, wenn man sie bittet. Sie tun es nur nicht von allein. Der beste Zeitpunkt ist der Moment, in dem die Freude am größten ist: nach der Übergabe, nach dem Termin, nach der Lieferung. Nicht drei Wochen später per Sammelmail.
- Direkter Link: Google stellt dir in deinem Unternehmensprofil einen kurzen Bewertungslink bereit. Der gehört in jede Rechnung, jede Abschlussmail und als QR-Code auf den Tresen.
- Persönlich statt automatisch: „Wenn Sie zufrieden waren, freuen wir uns über zwei Sätze bei Google“ wirkt zehnmal besser als ein Formular.
- WhatsApp: Wenn du ohnehin per WhatsApp mit Kunden schreibst, ist ein kurzer Link dort die Abkürzung mit der höchsten Quote.
Was verboten ist, und was Google löscht
Bewertungen kaufen, von Mitarbeitern schreiben lassen, Rabatte gegen fünf Sterne tauschen oder nur zufriedene Kunden gezielt zum Bewerten schicken und unzufriedene aussortieren („Review Gating“): Alles davon verstößt gegen die Google-Richtlinien. Google erkennt Muster besser, als man denkt, und löscht dann nicht nur die gekauften Bewertungen, sondern im Zweifel das ganze Profil. Auch rechtlich ist gekauftes Lob in Deutschland ein Problem.
Antworten. Auf alle.
Jede Bewertung verdient eine Antwort, auch die guten: kurz, persönlich, ohne Textbaustein. Bei schlechten Bewertungen gilt: nie rechtfertigen, nie angreifen. Sachlich bleiben, Lösung anbieten, Gespräch ins Private holen. Die Antwort lesen nicht die Kritiker, sondern die nächsten hundert Kunden.
Und wenn eine Bewertung falsch ist?
Bewertungen ohne Kundenkontakt, von Wettbewerbern oder mit Beleidigungen kannst du bei Google melden. Das dauert und klappt nicht immer, lohnt sich aber, weil eine unberechtigte 1-Stern-Bewertung bei wenigen Bewertungen die Note spürbar drückt.
Der Rhythmus, der funktioniert
Zwei bis vier neue Bewertungen im Monat, regelmäßig, sind mehr wert als 40 auf einmal nach einer Aktion. Google mag Kontinuität. Deshalb bauen wir bei unseren Kunden die Bewertungsanfrage fest in den Ablauf ein, nach jedem Auftrag, teils automatisiert. Dann läuft es von allein.
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